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3. Buch

Übersetzung

1 [34] So war denn der Punische Krieg, der sich durch drei und zwanzig Jahre hingezogen hatte, beendigt. Der [35] Römer hoher Ruhm war schon überall hingedrungen und so schickten sie an den König von Aegypten, Ptolemäus, eine Gesandtschaft mit dem Erbieten von Hülfsvölkern gegen den Syrischen König Antiochus, der Jenen bekriegte. Er dankte den Römern, lehnte aber die Unterstützung ab: denn schon war der Kampf beendigt. Um dieselbe Zeit kam der sehr mächtige König Hiero von Sicilien nach Rom zu den öffentlichen Spielen und machte dem Volk ein Geschenk mit 200,000 Modien Getreide.1

2 (1) Unter dem Consulate des Lucius Cornelius Lentulus und Fulvius Flaccus, in welches der Besuch Hiero’s in Rom fällt, wurde auch gegen die Ligurier innerhalb Italiens ein Krieg geführt und ein Triumph über sie gefeiert. (2) Die Carthager machten damals wieder einen feindseligen Versuch, indem sie Sardinien, das den Friedensbedingungen gemäß unter Römischer Oberherrschaft stehen sollte, in Aufstand zu setzen, sich bemühten. Es langte jedoch eine Carthagische Gesandschaft in Rom an und erhielt den Frieden.

3 Unter dem Consulate des Lucius Manlius Torquatus und Cajus Atilius Bulbus [J. R. 517.] wurde über Sardinien triumphirt und die Römer hatten jetzt, nach Herstellung eines allgemeinen Friedens, keinen Krieg: seit der Entstehung Rom’s war ihnen dieses Glück nur einmal, nämlich unter Numa Pompilius, zu Theil geworden.

4 Die Consuln Lucius Postumius Albinus und Cnejus Fulvius Centumalus führten einen Krieg gegen Illyrien, nahmen [36] viele Städte weg, und die königliche Familie mußte sich den Consuln ergeben. Es wurde damals der erste Triumph über Illyrien gehalten.

5 Unter dem Consulate des Lucius Aemilius zog eine sehr bedeutende Truppenmasse von Gallien über die Alpen her. Allein ganz Italien war entschieden für Rom gestimmt, so daß der Geschichtschreiber Fabius, welcher jenen Krieg mitmachte, meldet, es seyen 800,000 Mann zu diesem Kriege aufgebracht worden. Allein die ganze Angelegenheit wurde durch den Consul allein beendigt und zwar sehr glücklich: 40,000 Feinde wurden niedergemacht und dem Aemilius ein Triumph zuerkannt.

6 Einige Jahre darauf schlug man sich mit den Galliern innerhalb Italiens, und es wurde der Krieg unter den Consulate des Marcus Claudius Marcellus und Cnejus Cornelius Scipio beendigt. [J. R. 530.] Marcellus focht an der Spitze einer kleinen Reiterabtheilung und tödtete den Gallischen König, mit Namen Virdomar, mit eigener Hand. Nachher vernichtete er in Gemeinschaft mit seinem Collegen eine ansehnliche Gallische Streitmasse, eroberte Mailand und brachte eine außerordentliche Beute nach Rom: Marcellus trug beidem Triumphe die Rüstung des erlegten Galliers, an einer Stange hängend, auf der Schulter.

7 (1) Unter dem Consulate des Marcus Minucius Rufus und des Publius Cornelius wurden die Istrier bekriegt, weil sie Römische Getreideschiffe beraubt hatten. Das ganze Land wurde unterworfen. (2) In demselben Jahre [J. R. 534., v. Chr. 218.] eröffnete sich der zweite Punische Krieg gegen die Römer durch den Befehlshaber der Carthager Hannibal. Dieser [37] rückte, zwanzig Jahre alt, an der Spitze von 150,000 Soldaten zur Belagerung von Sagunt,2 einer den Römern verbündeten Stadt, heran. (3) Die Römer ließen ihn durch eine Gesandtschaft auffordern, der Feindseligkeiten sich zu enthalten. Er ließ aber die Gesandten nicht vor sich. So schickten denn die Römer auch nach Carthago, um gegen Hannibal einen Befehl auszuwirken, Römische Bundesgenossen durch keinen Krieg zu beunruhigen. Die Carthager gaben eine trotzige Antwort. Indessen wurde Sagunt durch Hunger bezwungen: mit den Gefangenen verfuhr Hannibal auf’s grausamste.

8 (1) Es zog nun Publius Cornelius Scipio mit einem Heere nach Spanien, Tiberius Sempronius nach Sicilien: den Carthagern wurde der Krieg angekündigt. (2) Hannibal ließ in Spanien seinen Bruder Hasdrubal stehen und ging über die Pyrenäen: er öffnete sich sodann die Alpen, welche bis dahin in dieser Gegend noch unwegsam waren. Man berichtet, er habe nach Italien an Truppen 80,000 Mann zu Fuß, 20,000 zu Pferd, nebst 37 Elephanten übergeführt. Inzwischen stießen viele Ligurier und Gallier zu Hannibal. (3) Sempronius Gracchus, unterrichtet von Hannibals Ankunft in Italien, setzte sein Heer von Sicilien nach Ariminum über.

9 (1) Publius Cornelius Scipio stieß zuerst mit Hannibal zusammen: es kam zum Treffen, aber seine Leute wurden zur Flucht genöthigt und er selbst kam verwundet in’s Lager zurück. Sempronius Gracchus schlug sich auch bei’m Flusse Trebia.3 Doch unterlag auch er. Dem Hannibal ergaben [38] sich Viele in Italien. (2) Hierauf zog er gegen Tuscien und begegnete dem Consul Flaminius. (3) Der Letztere kam selbst um’s Leben: 25,000 Römer wurden niedergemacht, die Uebrigen zerstreuten sich. Hierauf wurde von den Römern Quintus Fabius Maximus gegen Hannibal ausgesandt. Dieser vermied es, ein Treffen anzunehmen, brach so des Feindes Ungestüm und fand bald Gelegenheit, ihn zu besiegen.

10 (1) Im Jahre 540. [richtiger 536.] nach Erbauung der Stadt wurden Lucius Aemilius Paulus und Publius Terentius Varro gegen Hannibal geschickt und lösten den Fabius ab. Fabius machte beide Consuln aufmerksam, daß Hannibal, hitzig und den Kampf leidenschaftlich suchend, nicht wohl anders zu besiegen sey, als wenn man Schlachten ausweiche. (2) Allein durch die Ungeduld des Consuls Varro kam es, ungeachtet der Einreden des andern Consuls bei einem Flecken in Apulien, Namens Cannä,4 zur Schlacht und beide Consuln wurden geschlagen. (3) 3000 Afrikaner fanden in diesem Kampf ihren Tod, ein großer Theil von Hannibals Heer ward verwundet: doch wurden die Römer in keinem der Punischen Kriege so empfindlich getroffen. (4) Denn es kamen um der Consul Aemilius Paulus, 20 vormalige Consuln oder Prätoren, 30 Senatoren wurden gefangen oder getödtet, ferner 300 Edle, 40,000 Soldaten und 3500 Ritter. Bei all’ diesen Unfällen gab sich jedoch kein Römer dazu herab, des Friedens Erwähnung zu thun. Die Sklaven, was nie vorher geschah, wurden freigelassen und zu Soldaten gemacht.

11 (1) [39] Nach dieser Schlacht nahmen viele Städte Italiens, welche unter der Römischen Botmäßigkeit standen, Partei für Hannibal. Hannibal bot Rom die Auslösung der Gefangenen an. Der Senat antwortete, man bedürfe solcher Bürger nicht, welche mit den Waffen in der Hand haben gefangen werden können. (2) Er ließ sofort Alle durch verschiedene Hinrichtungsarten tödten und schickte 3 Modien voll goldener Ringe nach Carthago, welche er von den Händen Römischer Ritter, Senatoren und Soldaten hatte abziehen lassen. (3) Indeß wurde in Spanien, wo sein Bruder Hasdrubal mit einem ansehnlichen Heere zurückgeblieben war, um das ganze Land den Afrikanern zu unterwerfen, von den beiden Scipionen, den Römischen Feldherren, ein Sieg über ihn erfochten, (4) der ihm in Einer Schlacht 35,000 Mann kostete, unter welchen 10,000 Gefangene und 25,000 Todte waren. Zur Verstärkung wurden ihm von Carthago zugeschickt 12,000 Mann zu Fuß, 4000 zu Pferd und 20 Elephanten.

12 (1) Im vierten Jahre nach der Ankunft Hannibals in Italien focht der Consul Marcus Claudius Marcellus bei Nola,5 einer Stadt in Campanien, glücklich gegen ihn. (2) Hannibal besetzte viele Römische Städte in Calabrien, Apulien und Bruttien. (3) Um diese Zeit schickte nun König Philippus von Macedonien eine Gesandtschaft an ihn, mit dem Erbieten von Hülfsvölkern gegen Rom, übrigens unter der Bedingung, daß ihm Hannibal, wenn er Rom’s Macht vernichtet hätte, auch wieder Unterstützung gegen die Griechen zukommen ließe. (4) Allein die Abgesandten des Philippus wurden von den Römern [40] aufgefangen und so die Sache entdeckt. Sie schickten nun Marcus Valerius Lävinus nach Macedonien, nach Sardinien als Proconsul Titus Manlius Torquatus. Denn auch dieses Land war, von Hannibal aufgewiegelt, Rom untreu geworden.

13 (1) So schlug man sich zu ein und derselben Zeit in vier Gegenden in Italien mit Hannibal: in Spanien mit seinem Bruder Hasdrubal: in Macedonien mit Philippus: in Sardinien mit den Landesbewohnern und einem andern Hasdrubal aus Carthago. (2) Der Letztere gerieth lebendig in die Gefangenschaft des Prokonsuls Titus Manlius, der nach Sardinien geschickt worden war: 12,000 seiner Leute wurden niedergemacht, 1500 gefangen und Sardinien ward Rom unterworfen. Manlius führte als Sieger die Gefangenen nebst Hasdrudal nach Rom. (3) Inzwischen wurde auch Philippus von Lävinus in Macedonien besiegt, und in Spanien von den Scipionen Hasdrubal und Mago, Hannibals dritter Bruder.

14 (1) Im zehenten Jahre nach seiner Ankunft in Italien, unter dem Consulate von Publius Sulpicius und Cnejus Fulvius rückte Hannibal bis 4 Meilen vor die Stadt: seine Reiter schwärmten bis vor die Thore. Bald aber zog sich Hannibal, die Consuln fürchtend, welche mit einem Heere heran anrückten, nach Campanien zurück. (2) In Spanien wurden von seinem Bruder Hasdrubal, die beiden Scipionen, welche so viele Jahre Sieger gewesen waren, getödtet: doch blieb das Heer unversehrt: denn sie waren mehr durch einen Zufall, als die feindliche Tapferkeit, in die Falle gerathen.6 (3) Um diese [41] Zeit wurde auch von dem Consul Marcellus ein großer Theil von Sicilien eingenommen, das die Afrikaner zu besetzen angefangen hatten. Namentlich wurde von der hochberühmten Stadt Syrakus eine ungeheure Beute nach Rom gebracht. (4) Lävinus schloß in Macedonien mit Philippus, vielen Griechischen Völkerschaften, und dem König Attalus von Vorderasien Freundschaftsbündnisse (5) und rückte nun nach Sicilien, nahm Agrigent7 weg und bekam zugleich einen gewissen Hanno, einen Afrikanischen Heerführer, in seine Gewalt: Diesen schickte er mit den vornehmsten Gefangenen nach Rom: (6) 40 Städte ergaben sich ihm: 26 eroberte er. So kehrte er, nachdem er die Wiedereroberung Siciliens vollendet, und Macedonien gedemüthigt, mit Ruhme bedeckt, nach Rom zurück. Hannibal griff in Italien den Consul Cnejus Fulvius unerwartet an und tödtete ihn nebst 8000 Mann.

15 (1) In Spanien war nach dem Tode der beiden Scipionen kein Römischer Feldherr. Es wurde nun Publius Cornelius Scipio, ein Sohn des Publius Scipio, der daselbst den Krieg geführt hatte, dahin gesandt, (2) nur erst vier und zwanzig Jahre alt, aber wohl der erste Mann Rom’s, sowohl in seiner, als der folgenden Zeit. (3) Dieser eroberte das Spanische Carthago. [J. R. 542.] Hier lag alles Gold, Silber und sämmtlicher Kriegsbedarf der Afrikaner: ferner nahm er hier die vornehmsten Geißeln, welche sie sich von Spanien hatten geben lassen, endlich Mago, den Bruder Hannibals, gefangen, und schickte Letztern mit den Andern nach Rom. (4) Hier war große Freude über diese Nachricht. (5) Die Spanischen [42] Geißeln schickte Scipio ihren Angehörigen zurück. Daher wandte sich Eines Sinnes fast ganz Spanien ihm zu. Nach diesem besiegte er Hasdrubal, den Bruder Hannibals, nöthigte ihn zur Flucht, und gewann reiche Beute.

16 (1) Inzwischen nahm in Italien der Consul Quintus Fabius Maximus Tarent8 weg, wo Hannibal ungeheure Vorräthe liegen hatte. (2) Dort tödtete er auch Carthalo, einen Heerführer Hannibals, verkaufte 25,000 Gefangene, vertheilte die Beute unter seine Soldaten, und lieferte den Erlös für die verkauften Leute an die öffentliche Kasse. Viele Römische Städte, welche sich zu Hannibal geschlagen hatten, huldigten nun wieder den Römern. (3) Im folgenden Jahre machte Scipio in Spanien glänzende Unternehmungen und unterwarf sowohl in Person, als durch seinen Bruder Lucius Scipio 70 Städte. In Italien nahm übrigens der Krieg keinen guten Gang. (4) Denn es wurde der Consul Claudius Marcellus von Hannibal getödtet.

17 Das dritte Jahr seines Heerzugs nach Spanien war für Scipio wieder sehr ruhmvoll, indem er einen König von Spanien in einer großen Schlacht besiegte, sodann ein Freundschaftsbündnis mit ihm schloß, und zuerst unter Allen von den Besiegten keine Geißeln nahm.

18 (1) Hannibal gab nun die Hoffnung auf, gegen den Feldherrn Scipio, Spanien länger behaupten zu können, und rief seinen Bruder Hasdrubal mit allen Truppen nach Italien. (2) Dieser rückte auf demselben Wege, den Hannibal genommen hatte, heran: die Consuln Appius Claudius Nero [43] und Marcus Livius Salinator legten ihm nun bei dem Flusse Metaurus [Metauro] und Sena,9 einer Stadt im Picenischen, einen Hinterhalt, in den er sich verwickelte, und, jedoch tapfer kämpfend, fiel: sein sehr zahlreiches Heer wurde gefangen oder niedergemacht, eine große Masse von Gold und Silber ward nach Rom gebracht. [J. R. 545.] Nun fing Hannibal an, über den Ausgang des Kriegs unruhig zu werden. (3) Die Begeisterung der Römer erreichte dagegen den höchsten Grad. Auch sie riefen nun Publius Cornelius Scipio aus Spanien zurück. Ruhmgekrönt kam er nach Rom.

19 Unter dem Consulate des Lucius Valerius and Quintus Cäcilius unterwarfen sich alle Städte Bruttiens, welche Hannibal inne gehabt hatte.

20 (1) Im vierzehnten Jahre nach der Ankunft Hannibals in Italien wurde Scipio, der in Spanien so viele glückliche Thaten vollbracht hatte, zum Consul erhoben und nach Afrika geschickt. (2) Man glaubte, daß etwas Göttliches in diesem Manne wohne, und meinte sogar, daß er mit den Göttern Umgang pflege. (3) Er schlug sich in Afrika mit dem Afrikanischen Heerführer Hanno und warf sein Heer darnieder. Im zweiten Treffen nahm er das Lager weg mit 4500 Mann: wobei 1000 getödtet wurden. (4) Den Numidischen König Syphax, der sich den Afrikanern angeschlossen hatte, nahm er gefangen, und bemächtigte sich seines Lagers. Syphax wurde mit den vornehmsten Numidiern, und einer nicht zu berechnenden Beute von Scipio nach Rom geschickt. (5) Auf die Nachricht von diesen Ereignissen fiel fast ganz Italien von Hannibal [44] ab. Ihm selbst kam von Carthago der Befehl zu, nach Afrika, welches von Scipio verwüstet wurde, zurückzukehren.

21 (1) So wurde nach siebenzehen Jahren Italien von Hannibal befreit. [J. R. 550.] Eine Carthagische Gesandtschaft bat bei Scipio um Frieden, und wurde von ihm an den Senat nach Rom gewiesen. (2) Für ihre Hin- und Rückreise wurde ein fünf und vierzigtägiger Waffenstillstand verwilligt. 30,000 Pfund10 Silbers ließ man sich von ihr ausbezahlen. Der Senat beschloß, nach dem Gutdünken Scipio’s Frieden mit Carthago zu machen, (3) und Scipio bewilligte denselben unter folgenden Bedingungen: die Carthager sollen nicht mehr als 30 Schiffe halten, 500,000 Pfund Silber entrichten, die Gefangenen und Überläufer zurückgeben.

22 (1) Inzwischen wurde nach Hannibals Ankunft in Afrika die Friedensunterhandlung unterbrochen, und von den Afrikanern viel Feindseliges verübt. (2) Jedoch wurden ihre Gesandten, die auf der Reise von Rom her gefangen gesetzt worden waren, auf Befehl Scipio’s wieder freigelassen. Hannibal wurde in mehreren Treffen besiegt, und entschloß sich nun selbst, bei Scipio um Frieden zu bitten. Es wurde eine Unterredung eingeleitet und dieselben Bedingungen, wie früher, festgesetzt: doch wurden wegen des neuen Treubruchs zu den 500,000 Pfund Silbers noch 100,000 auferlegt. Die Carthager verwarfen diese Bedingungen und Hannibal erhielt den Befehl, eine Schlacht zu liefern. Daher begannen Scipio und Massinissa, ein anderer König Numidiens, der mit [45] Scipio ein Freundschaftsbündniß geschlossen hatte, die Feindseligkeiten gegen Carthago. Hannibal schickte drei Kundschafter in Scipio’s Lager, welche dieser gefangen bekam, durch’s Lager herumführen und ihnen das ganze Heer zeigen ließ: nach einiger Zeit ließ er ihnen eine Mahlzeit reichen und gab Befehl, sie in Freiheit zu setzen, um Hannibal melden zu können, was sie bei den Römern gesehen hätten.

23 (1) Indessen wurden von beiden Feldherren Anstalten zu einer Schlacht getroffen, wohl die einzigen ihrer Art in der Geschichte, indem die erfahrensten Helden ihre Truppen zum Kampfe führten. Scipio kehrte aus demselben als Sieger zurück und hätte beinahe Hannibal in Gefangenschaft bekommen, (2) der zuerst mit vielen Reitern, nachher mit 20, zuletzt nur noch von 4 umgeben entfloh. Im Lager Hannibals wurden an Silber 20,000, an Gold 80 Pfund, so wie anderer Bedarf in großen Vorräthen gefunden. (3) Nach dieser Schlacht wurde mit den Carthagern Friede gemacht. [551.] Scipio kehrte nach Rom zurück, feierte einen höchst glänzenden Triumph und erhielt von da an den Beinamen „der Afrikaner.“ (4) Neunzehen Jahre hatte der Punische Krieg, der jetzt sein Ende erreichte, gedauert.

Anmerkungen

1 Ein Römischer Modius betrug ohngefähr 482 Rheinländische Cubikzoll, 20½ Modien sind = 1 Württembergischen Scheffel.

2 In der Nähe der Trümmer des ehemaligen Sagunt’s liegt Murviedro.

3 Jetzt Trevi.

4 Ein Flecken, der jetzt Canne heißt, im Neapolitanischen.

5 Diese Stadt im Neapolitanischen hat noch jetzt diesen Namen.

6 Ein Theil der Hülfsvölker ging während des Treffens zu dem Feinde über.

7 Jetzt Girgenti.

8 Jetzt Taranto.

9 Sinigaglia.

10 Ein Pfund Silber bei den Römern galt etwas mehr als 18 Thaler Sächs.

Highlights

  • Anonyme Kaisergeschichte
  • Sueton: Kaiserbiographien
  • Curtius Rufus: Geschichte Alexanders des Großen

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