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Otho

7 (1) Salvius Otho, von sehr angesehenen Vorfahren aus der Stadt Ferentanum35 stammend, ein sein ganzes Leben hindurch, besonders aber in der Jugend, lasterhafter Mensch, regierte drei Monate. (2) Nachdem er von Vitellius zuerst bei Placentia36, sodann bei Vetriacum37 besiegt worden war, erstach er sich selbst im sieben und dreißigsten Lebensjahre, bei seinen eigenen Soldaten so beliebt, daß sehr viele beim Anblick seiner Leiche sich eigenhändig tödteten.

7 (1) So bemächtigte sich also Salvius Otho, der einst auch zu Nero in einem ihm zum Vorwurf gereichenden vertrauten Verhältniß gestanden und das Jünglingsalter noch wenig überschritten hatte, der Regierung. (2) Als er sie aber, von Seiten seiner schlechten Sitten schon früher bekannt, etwa fünfundachtzig Tage lang geführt hatte, wurde er vom Vitellius, der aus Gallien herabgekommen war, in einem Treffen bei Verona geschlagen und gab sich selbst den Tod.

17 (1) Nach der Ermordung Galba’s griff Otho nach dem Scepter. Was seine Abkunft betrifft, so war das Geschlecht seiner Mutter edler, als das seines Vaters: doch war keines von beiden unberühmt. (2) Während seines Privatlebens war er ein Weichling und Gesellschafter Nero’s. Im Laufe seiner Regierung war er nicht im Stande, eine Probe von seinem Werth zu geben. (3) Es war nämlich um dieselbe Zeit, wo Otho den Galba hatte tödten lassen, auch Vitellius von den Heeren an Deutschlands Grenze zum Kaiser erhoben worden. Er unternahm nun gegen ihn einen Krieg, wurde aber bei Betriacum [Caneto] in Italien in einem unbedeutenden Gefechte geschlagen. Obwohl er nun sehr ansehnliche Truppenmassen zum Krieg beisammen hatte und die Soldaten in ihn drangen, nicht so schnell alle Hoffnung auf einen guten Ausgang des Kriegs fallen zu lassen, gab er sich doch selbst den Tod mit den Worten, es sey an seiner Person nicht so viel gelegen, um ihretwegen einen Bürgerkrieg anzufangen. So starb er durch eigenen Entschluß im acht und dreißigsten Jahre seines Alters, am fünf und neunzigsten Tage seiner Regierung.

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