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4. Buch

1. Nach Beendigung des Punischen Kriegs erfolgte der Macedonische gegen König Philippus. [J. R. 552]

2. Im Jahr 551. nach Erbauung der Stadt focht Quinctius Flaminius glücklich gegen Philippus. Es wurde [J. R. 554.] Letzterem der Friede verwilligt unter folgenden Bedingungen: er solle die Griechischen Staaten, deren Vertheidigung die Römer gegen ihn übernommen hatten, unangetastet lasse: er solle die Gefangenen und Ueberläufer ausliefern: er solle nur 50 Schiffe halten dürfen und die übrigen Rom übergeben: er solle zehen Jahre hindurch jährlich 4000 Pfund Silbers bezahlen, und in der Person seines Sohns Demetrius einen Geißel stellen. Titus Quinctius bekriegte auch Lacedämon: er besiegte Nabis, den Feldherrn dieses Staats, und ließ sich die Treue des Letzteren unter Bedingungen, die er demselben vorschrieb, versichern. Auf’s glänzendste verherrlichten seinen Triumphzug die vornehmen Geißel, Demetrius, Philipps Sohn, und Armenes, der Sohn des Nabis, die vor dem Wagen hergingen.

3. Nach Beendigung des Macedonischen Kriegs folgte der Syrische gegen König Antiochus, unter dem Consulate des Publius Cornelius Scipio und Marcus Acilius Glabrio. [J. R. 561.] Mit diesem Antiochus war Hannibal in Verbindung getreten, nachdem er sein Vaterland, Carthago, aus Furcht, den Römern ausgeliefert zu werden, verlassen hatte. Marcus Acilius Glabrio focht glücklich in Achaja: das Lager des Königs Antiochus wurde durch einen nächtlichen Uerberfall genommen und Derselbe zur Flucht gezwungen. Dem Philippus wurde sein Sohn zurückgegeben, weil er Rom gegen Antiochus beigestanden hatte.

4. Unter dem Consulate des Cajus Cornelius Scipio und Cajus Lälius begleitete Scipio der Afrikaner seinen Bruder Cajus Cornelius Scipio als Unterfeldherr auf seinem Zuge gegen Antiochus. Hannibal, der bei Antiochus in Diensten stand, wurde in einem Seetreffen besiegt. Antiochus selbst wurde nachher in der Gegend des Sipylus31 bei Magnesia,2 einer Stadt Kleinasiens, von Consul Cornelius Scipio in einer entscheidenden Schlacht besiegt. In diesem Kampfe hatte die Römer Eumenes, ein Bruder des Königs Attalus, der Eumenia in Phrygien gründete, unterstützt. Auf des Königs Seite wurden bei dieser Gelegenheit 50,000 Mann zu Fuß und 3000 zu Pferd erschlagen. Und nun bat Antiochus um Frieden: dieser wurde ihm, obwohl er jetzt besiegt war, dennoch unter den nämlichen Bedingungen, wie früher vom Senat angeboten: er solle sich aus Europa und Asien zurückziehen und hinter dem Taurus3 halten; er solle 10,000 Talente und 20 Geißeln geben: er solle Hannibal, den Anstifter des Krieges, ausliefern. Dem König Eumenes wurden alle Asiatischen Städte geschenkt, welche Antiochus im Kriege eingebüßt hatte: auch den Rhodiern, welche Rom gegen Antiochus unterstützt hatte, wurden viele Städte überlassen. Scipio kehrte nach Rom zurück und hielt einen sehr glänzenden Triumph: auch er erhielt, nach dem Vorgange seines Bruders, einen Beinamen, Asiagenes [Asiaticus], weil er Asien unterworfen hatte, wie denn sein Bruder wegen der Bezwingung Afrika’s der Afrikaner genannt wurde.

5. Unter dem Consulate des Spurius Postumius Albinus und Quintus Martius Philippus triumphirte Marcus Fulvius über Aetolien. Hannibal war nach dem Siege der Römer über Antiochus, um Diesem nicht ausgeliefert zu werden, zum König Prusias von Bithynien4 entwichen: aber auch Dieser wurde durch Titus Quinctius Flaminius aufgefordert, ihn auszuliefern: aber als es eben an dem war, daß er in die Hände der Römer übergeben werden sollte, nahm er Gift. Er wurde begraben in Libyssa,5 im Bezirke von Nicomedien.6

6. Nach dem Tode des Königs Philipp von Macedonien, der zwar zuerst selbst mit Rom Krieg geführt, nachher aber dasselbe im Kampf mit Antiochus unterstützt hatte, erhub sein Sohn Perseus wieder einen Krieg in Macedonien [J. R. 581.] und brachte dazu eine sehr ansehnliche Streitmasse auf. Denn er ward unterstützt vom Könige Cotys in Thracien und Gentius von Illyrien. Auf Seiten der Römer dagegen stand, Eumenes König von Kleinasien, Ariarathes von Cappadocien, Antiochus von Syrien, Ptolemäus von Aegypten, Masinissa von Numidien. Prusias aber von Bithynien beobachtete eine völlige Neutralität, obwohl seine Gemahlin eine Schwester von Perseus war. Gegen Letztern wurde nun von Rom Consul Publius Licinus als Feldherr geschickt, aber empfindlich auf’s Haupt geschlagen. Ungeachtet dieser Niederlage wollten die Römer dem Könige seine Bitte um Frieden nur unter Bedingung der Auslieferung seiner eigenen Person und seiner Angehörigen gewähren. Bald darauf wurde gegen ihn der Consul Cajus Aemilius Paulus, und gegen Gentius nach Illyrien Prätor Cajus Anicius geschickt. [J. R. 584.] Gentius wurde mit wenig Anstrengung in Einem Treffen besiegt und unterwarf sich bald. Seine Mutter, Gemahlin, zwei Söhne und sein Bruder fielen zugleich in die Händer der Römer. So wurde der Krieg innerhalb dreißig Tagen beendigt, und der Sie über Gentius wurde früher bekannt, als die Eröffnung des Feldzugs.

7. Mit Perseus focht der Consul Aemilius Paulus, am dritten September, schlug ihn und machte 20,000 Mann von einem Fußvolke nieder. Die Reiterei entkam mit dem König ohne Verlust. Die Römer verloren 100 Mann: alle Städte Macedonien’s, welche der König innegehabt hatte, unterwarfen sich Rom. Der König ward von seinen Freunden verlassen und fiel in die Gewalt der Römer. Indeß behandelte ihn Aemilius mit so viel Achtung, als wäre er kein Besiegter. Denn als er sich vor ihm auf die Knie niederlassen wollte, gab es der Consul nicht zu und lud ihn ein, sich neben ihn auf einen Stuhl zu setzen. Macedonien und Illyrien erhielten von Rom die Weisung, sich eine republikanische Verfassung zu geben, und den Römern die Hälfte der Abgaben zu bezahlen, welche sie ihren Königen hatten entrichten müßen. Man wollte damit zeigen, daß Rom seine Kriege nicht sowohl aus Vergrößerungssucht als nach Grundsätzen der Billigkeit führe. Paulus machte dieses in einer Versammlung von einer Menge Völkerschaften bekannt, und bewirthete die Gesandten einer großen Anzahl derselben mit einem glänzenden Gastmahl. Er äußerte bei dieser Gelegenheit: ein Mann, der im Felde zu siegen wisse, müße auch durch geschmackvolle Anordnung eines Gastmahls sich auszeichnen.

8. Bald hernach besetzte Paulus 70 Epirische Städte, welche wieder Feindseligkeiten angefangen hatten: die Beute theilte er unter die Soldaten aus: sein Zug nach Rom geschah mit größtem Pomp, indem er die Seefahrt auf einem Schiffe des Perseus machte, welches von ungewöhnlicher Größe gewesen seyn soll, so daß es 16 Ruderbänke7 hatte. Auch hielt er einen prachtvollen Triumphzug in einem goldenen Wagen, worin ihm seine zwei Söhne zu beiden Seiten standen. Vor dem Wagen her wurden die zwei Söhne des Königs geführt, so wie Perseus selbst, der damals fünf und vierzig Jahre alt war. Nach Paulus hielt auch Cajus Anicius einen Triumph über Illyrien. Zu diesem Schauspiel kamen die Könige vieler Völkerschaften nach Rom: unter Andern auch die Asiatischen Könige, Attalus und Eumenes, so wie Prusias von Bithynien. Sie wurden sehr ehrenvoll aufgenommen und erhielten vom Senate Erlaubniß, mitgebrachte Geschenke auf dem Capitol niederlegen zu dürfen. Prusias empfahl auch seinen Sohn Nicomedes dem Senat.

9. Im folgenden Jahre focht Lucius Mummius glücklich in Spanien. Nachher machte daselbst der Consul Marcellus erfolgreiche Unternehmungen.

10. Jetzt wurde gegen Carthago der dritte Krieg unternommen. Es war im Jahre der Stadt 602. [nach Audern 603.] und zwar unter den Consuln Lucius Manlius Censorinus und Marcus Manlius ein und fünfzig Jahre nach Beendigung des zweiten Punischen Kriegs. Diese Consuln zogen gegen Carthago, und griffen die Stadt an. Gegen sie focht der Carthagische Feldherr Hasdrubal. Phamea, ein anderer Heerführer, befehligte die Reiterei. Ein Enkel Scipio’s des Afrikaners, Scipio, diente damals als Tribun, Dieser hatte sich allgemein in Furcht und Achtung gesetzt. Denn er galt für eben so entschlossen zum Kampf, als weise im Rath. Seiner Person bedienten sich die Consuln zu vielen Unternehmungen mit Glück. Auch vermieden Hasdrubal und Phamea Nichts entschiedener, als ein Treffen mit mit denjenigen Abtheilung der Römer, unter welcher Scipio focht.

11. Um dieselbe Zeit starb der König von Numidien, Masinissa, ungefähr sechzig Jahre mit dem Römischen Volk verbündet, im sieben und neunzigsten Jahre. Er hinterließ fünf und vierzig Söhne, und übertrug dem Seipio die Vertheilung seines Reichs unter dieselben.

12. Weil nun Scipio’s Name sehr berühmt war, so wurde er, obwohl noch jung, zum Consul erhoben und gegen Carthago geschickt, das er einnahm und zerstörte [J. R. 606.] Die Gegenstände der daselbst vorgefundenen Beute, welche Carthago in Folge der Vernichtung verschiedener Staaten zusammengebracht hatte, so wie die Kunstdenkmale mancher Städte gab er den Saaten von Sicilien, Italien und Afrika, welche sie für ihr Eigentum erkannten, zurück. So wurde Carthago 700 Jahre nach seiner Erbauung vernichtet. Scipio erhielt zum Lohne den Beinamen, welchen sein Großvater sich erworben hatte: auch Er wurde, seiner Verdienste wegen, der jüngere Afrikaner genannt.

13. Inzwischen machte in Macedonien ein gewisser Pseudophilippus8 feindselige Bewegungen, und brachte dem Römischen Prätor, Publius Juventius, der gegen ihn gesandt wurde, die entscheidenste Niederlage bei. Nach ihm wurde Quintus Cäcilius Metellus von Rom als Feldherr gegen Pseudophilippus geschickt, tödtete demselben 25,000 Mann und eroberte Macedonien wieder: den Pseudophilippus selbst bekam er in seine Gewalt.

14. Auch Corinth, der vornehmsten Stadt Griechenlands, wurde Krieg angekündigt und zwar wegen beleidigender Behandlung Römischer Gesandten.9 Der Consul Mummius nahm die Stadt ein und zerstörte sie: so wurden zumal drei ruhmvolle Triumphe in Rom gefeiert, nämlich der des Africanus über Afrika, vor dessen Wagen Hasdrubal geführt wurde; der des Metellus über Macedonien, vor dessen Wagen Andriscus, welcher auch Pseudophilippus hieß, herging; der des Mummius über Corinth, vor dessen Wagen eherne Bildsäulen, Gemäldetafeln, und andere Kunstwerke jener berühmten Stadt getragen wurden.

15. In Macedonien erhob Pseudoperseus, der sich für einen Sohn vou Perseus ausgab, nachdem er Sklaven zusammengerafft hatte, abermals einen Krieg: als er 16,000 Bewaffnete beisammen hatte, wurde er vom Quästor Tremellius geschlagen.

16. Um dieselbe Zeit zeichnete sich Metellus durch seine Unternehmungen in Celtiberien,10 einem Theile Spaniens aus. Sein Nachfolger wurde Quintus Pompejus. Nicht lange darnach wurde auch Quintus Cäpio in eben diesen Krieg ausgesandt, welchen ein gewisser Viriathus in Lusitanien11 gegen Rom führte. Aber aus Furcht vor dem Krieg wurde Viriathus von seinen Leuten umgebracht, nachdem er vierzehen Jahre an dem Aufstande Spaniens gegen Rom gearbeitet hatte. Zuerst war er ein Hirte: dann wurde er ein Ränderhauptmann: zuletzt setzte er so viele Völkerschaften in eine kriegerische Bewegung gegen Rom, daß er für den Vertheidiger Spaniens gegen Rom galt. Seine Mörder begehrten eine Belohnung vom Consul Cäpio, erhielten aber zur Antwort, die Römer haben niemals ein Wohlgefallen daran, wenn ein Feldherr von seinen Soldaten umgebracht werde.

17. Der Consul Quintus Pompejus wurde hierauf von den Numantiern,12 welche den mächtigsten Staat Spaniens bildeten, besiegt und machte einen schimpflichen Frieden. Nach ihm schloß der Consul Cajus Hostilius Mancinus abermals einen ehrlosen Frieden mit Numantia: Volk und Senat stimmten aber für den Bruch des Friedens, und ließen Mancinus selbst den Feinden ausliefern, um an dem Urheber des Vertrags für die Unbill, diesen gebrochen zu sehen, Rache zu nehmen. Auf eine so große Demüthigung, denn zweimal waren die Römischen Heere von den Numantiern unter dem Joche hindurchgeführt worden, wurde Publius Scipio der Afrikaner zum zweitenmal mit der consularischen Würde bekleidet und nach Numantia geschickt. [618.] Dieser brachte die verdorbenen uud feig gewordenen Truppen nicht sowohl durch Züchtigungen, als durch anhaltende Uebung und ohne alle gehässige Strenge in Ordnung. Hierauf nahm er viele Spanische Städte theils durch Waffenzwang ein, theils gewann er sie durch Uebergabe. Endlich bezwang er Numantia selbst nach einer langen Belagerung, durch Hunger, und machte es dem Boden gleich: die übrige Umgegend unterwarf sich ihm freiwillig.

18. Um diese Zeit starb der König von Kleinasien Attalus, ein Bruder von Eumenes, und machte das Römische Volk zu seinem Erben. So wuchs mittelst eines Vermächtnisses Kleinasien dem Römischen Reiche zu.

19. Nicht lange darnach hielt auch Decimus Junius Brutus über die Calläcier und Lusitanier einen sehr glänzenden Triumph, und Publius Scipio der Afrikaner feierte vierzehen Jahre nach seinem Triumph über Afrika seinen zweiten über Numantia. [J. R. 620.]

20. Inzwischen machte Aristonicus, ein natürlicher Sohn von Eumenes, in Kleinasien kriegerische Bewegungen. Dieser Eumenes war ein Bruder von Attalus gewesen. Gegen ihn wurde nun der Pontifex Publius Licinius Crassus ausgesandt, und erhielt von den Königen ausnehmend zahlreiche Hülfstruppen. Denn nicht allein Nicomedes, König von Bithynien, stand den Römern bei, sondern auch der Pontische13 Mithridates, gegen welchen nachher ein so gewaltiger Krieg geführt wurde, Ariarathes von Cappadocien und Pykämenes der Paphlagonier.14 Doch wurde Crassus in einem Treffen geschlagen und getödtet. Sein Kopf wurde dem Aristonicus gebracht: sein Körper in Smyrna begraben. Es war nun der Römische Consul Perperna als Nachfolger von Craffus auf dem Wege, welcher sich auf die Nachricht von den Ereignissen des Kriegs beeilte, Asien zu erreichen. Er schlug den Aristonicus bei der Stadt Siratonice, wohin er sich zurückgezogen hatte, in einer Schlacht, und zwang ihn durch Hunger zur Uebergabe. Aristonicus wurde auf Befehl des Senats zu Rom im Gefängniß erdrosselt: denn ein Triumph über ihn konnte nicht veranstaltet werden, weil Perperna auf dem Rückwege nach Rom bei Pergamus gestorben war.

21. Unter dem Consulate von Lucius Cäcilius Metellus and Titus Quinctius Flamininus wurde Carthago in Afrika auf Befehl des Senats wieder aufgebaut, welches noch jetzt steht: es geschah dieses zwei und zwanzig Jahre nach der Zerstörung durch Scipio. Römische Bürger wurden als Ansiedler dahin versetzt.

22. Im Jahr 627. nach Erbauung der Stadt unternahmen die Consuln Cajus Cassius Longinus und Sextus Domitius Salvinus einen Kriegszug wider die Gallier jenseits der Alpen, den damals sehr angesehenen Staat der Arverner15 und ihren Anführer Bituitus. Sie erschlugen eine anßerordentliche Menge Volks bei dem Flusse Rhodanus. Von den Halsbändern der Gallier wurde eine große Beute nach Rom gebracht. Bituitus übergab sich an Domitius, wurde von ihm nach Rom geführt, und beide Consuls hielten einen durch hohen Ruhm verherrlichten Triumph.

23. Jm Jahr der Stadt 633. unter dem Consulate des Marcus Porcius Cato und Quintus Martius Rex wurde nach Narbo in Gallien eine Colonie geführt. Nachher wurde unter den Consuln Cajus Metellus und Quintus Mucius Scävola über Dalmatien triumphirt.

24. Im Jahr der Stadt 635. bekriegte der Consul Cajus Cato die Scordisker,16 bestand aber keinen ehrenvollen Kampf.

25. Unter dem Consulate des Cajus Cäcilius Metellus und Cnejus Carbo [J. R. 639.] triumphirten die zwei Brüder Metellus an ein und demselben Tage, der eine über Sardinien, der andre über Thrazien. Nach Rom gelangte die Nachricht, daß die Cimbrier aus Gallien nach Jtalien herübergezogen seyen.

26. Unter dem Consulate des Publius Scipio Nasica und Cajus Calpurnius Bestia [J. R. 641.] wurde Jugurtha, König von Numidien, bekriegt, weil er die Söhne Micipsa’s, Adherbal und Hiempsal, seine Brüder, Könige und Verbündete des Römischen Volks, ermordet hatte. Es wurde der Consul Calpurnius Bestia gegen ihn ausgesandt: aber von des Königs Geld gewonnen, schloß er einen höchst schimplichen Frieden, welcher vom Senate verworfen wurde. Im folgenden Jahre machte gegen Denselben Spurius Postumius Albinus einen Heereszug. Auch sein Kampf mit den Numidiern, wobei er sich seines Bruders bedient hatte, fiel schmachvoll aus.

27. Zum dritten wurde der Consul Quintus Metellus abgeschickt, welcher durch eine Mischung von großer Strenge und Milde das Heer zurecht brachte, und die Römische Zucht wieder herstellte, ohne jedoch gegen irgend Jemand blutige Mittel anzuwenden. Den Jugurtha schlug er in verschiedenen Treffen, tödtete oder fing seine Elephanten, und nöthigte viele seiner Städte zur Unterwerfung. Schon war er auf dem Wege, den Krieg zu beendigen. Da erhielt er zum Nachfolger Cajus Marius. Dieser besiegte zugleich Jugurtha und Bocchus, König von Mauretanien,17 der den Jugurtha zu unterstützen unternommen hatt. Auch eroberte er einige Städte Numidiens, und endigte den Krieg durch die Gefangennehmung Jugurthas, welche sein sehr ausgezeichneter Quästor Cornelius Sulla bewerkstelligte. Der selbe Bocchus, welcher für Jugurtha gekämpft hatte, lieferte Letzteren aus. Von Marcus Junius Silanus, dem Collegen des Cajus Metellus, wurden die Cimbrer in Gallien, von Minucius Rufus in Macedonien die Scordisker und Triballer, von Servilius Cäpio in Spanien die Lusitaner besiegt. Ueber Jugurtha wurden zwei Triumphe gehalten: der erste von Metellus, der andre von Marius. Jedoch wurde vor dem Wagen des Marius Jugurtha in Fesseln mit zwei Söhnen geführt, und bald nachher auf Befehl des Consuls im Gefängniß erdrosselt. [J. R. 645.]

Anmerkungen

30 Ein Berg im heutigen Natolien.

31 Jetzt Magnissa.

32 Als der Grenzscheide zwischen Syrien und Kleinasien.

33 Bithynien lag am schwarzen Meere, Constantinopel gegenüber.

34 Heut zu Tage Lebese. Nach Andern Dschibinzie.

35 Die vormalige Hauptstadt Bithyniens.

36 3 Ruderbänke hatten sonst die Kriegsschiffe.

37 Wegen Aehnlichkeit der Person gab er sich für einen Sohn des Perseus aus, und nannte sich Philippus. S. Cap. 14.

38 Diese Gesandten sollten innere Verhältnisse in Achaja in Ordnung bringen, und namentlich Corinth nebst einigen andern Städten vermögen, vom Achäischen Bunde abzutreten.

39 Celtiberien bestand aus einem Theile Arragoniens und Castiliens.

40 Der größte Theil des heutigen Portugalls, nebst einigen Spanischen Landstrichen gehörte zu Lusitanien.

41 Die Numantier wohnten in der Gegend des heutigen Soria.

42 Pontus bestand hauptsächlich aus dem heutigen Tarabosan in Natolien. Uebrigens hat Eutropius hier den Vater und den Sohn verwechselt; der Letztere war der gefährliche Feind der Römer.

43 Lag am schwarzen Meere zwischen Pontus und Bithynien.

44 Die ehemalige Auvergne.

45 Eine Völkerschaft in Bosnien und Servien.

46 Fez und Marocco nebst einem Theile von Algier.

Highlights

  • Anonyme Kaisergeschichte
  • Sueton: Kaiserbiographien
  • Curtius Rufus: Geschichte Alexanders des Großen

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