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Servius Tullius

Lucius Ampelius

Liber memorialis 17:

17 Die Könige und Heerführer der Römer. – […] Servius Tullius, der zuerst die Schatzung einführte. […]

Liber memorialis 49:

49 Eintheilungen des Römischen Volks. – […] (2) […] Hierauf folgt die durch König Servius Tullius getroffene Eintheilung des Römischen Volks, welcher dasselbe in Tribus, Klassen und Centurien theilte. Sie beruht auf der wiederholt vorgenommenen Schatzung, und hatte den Zweck, den Angesehensten und Reichsten im Volk auch am meisten Einfluß bei’m Stimmgeben zu verschaffen. […]

Pseudo-Aurelius Victor

De viris illustribus urbis Romae 7:

7 (1) Als Servius Tullius, ein Sohn des Tullius Corniculanus und einer Gefangenen, Namens Ocresia, im Hause des Tarquinius Priscus erzogen wurde, umstrahlte einstmals ein flammenartiger Glanz sein Haupt. (2) Tanaquil erkannte, daß ihm durch diese Erscheinung die höchste Würde im Staate vorherverkündigt würde, (3) und rieth daher ihrem Gemahl, ihn wie seine eigenen Kinder zu erziehen. (4) Als er herangewachsen war, machte ihn Tarquinius zu seinem Schwiegersohne, und nach der Ermordung dieses Königs rief Tanaquil von einem erhöhten Platze herab dem Volke zu, Priscus, der eine zwar schwere, aber nicht tödtliche Wunde empfangen habe, wünsche, daß sie bis zu seiner Wiederherstellung den Befehlen des Servius Tullius gehorchen sollten. (5) Somit fing dieser gleichsam bittweise zu herrschen an, führte aber die Regierung auf gehörige Weise. (6) Er schlug öfters die Etrusker, zog die Hügel Quirinalis, Viminalis und Esquilinus mit zur Stadt und umgab diese mit Wall und Graben. (7) Das Volk theilte er in vier Tribus30 und vertheilte später Getreide unter den niedern Stand desselben. (8) Auch führte er Maße, Gewichte, Classen und Centurien ein. (9) Die Völkerschaften der Latiner beredete er, nach dem Beispiel derer, welche der Diana zu Ephesus einen Tempel erbaut hätten, gleichfalls der Diana einen Tempel auf dem Aventinus zu erbauen. (10) Als dieser zu Stande gekommen war, wurde einem Latiner ein Kalb von wunderbarer Größe geboren und im Traume die Weissagung ertheilt, daß dasjenige Volk die Oberherrschaft erhalten würde, von welchem ein Bürger jenes Kalb der Diana geopfert hätte. (11) Der Latiner trieb das Kalb auf den Aventinus und erzählte die Sache dem römischen Priester. (12) Dieser, ein schlauer Mann, sagte ihm, er müsse vorher die Hände in fließendem Wasser waschen. (13) Während nun der Latiner zur Tiber hinabstieg, opferte der Priester das Kalb. (14) So erwarb er durch dieses kluge Verfahren seinen Mitbürgern die Herrschaft, sich aber großen Ruhm. (15) Servius hatte zwei Töchter, die eine von heftigem, die andere von sanftem Charakter31. Da er nun sah, daß die Söhne des Tarquinius32 von gleicher Gemüthsart waren, so gab er, um die Sinnesart Aller durch Verschiedenheit der Charaktere zu mildern, die Heftige dem Sanften, die Sanfte dem Heftigen zu Gemahlinnen. (16) Allein die Sanften starben, sei es durch Zufall, sei es durch Nachstellungen, und die Heftigen vereinigte die Aehnlichkeit ihrer Charaktere. (17) Sogleich fing nun Tarquinius Superbus, von [seiner Gattin] Tullia aufgereizt, vor dem versammelten Senate den Thron seines Vaters zurückzufordern an. (18) Als Servius auf erhaltene Kunde davon nach der Curie eilte, wurde er auf Befehl des Tarquinius die Treppe hinabgestürzt und, nach seiner Wohnung zurückfliehend, ermordet. (19) Tullia eilte sogleich auf den Marktplatz und war die Erste, welche ihren Gemahl als König begrüßte. Von ihm aufgefordert, sich aus dem Getümmel zu entfernen, gewahrte sie, nach Hause zurückkehrend, den Leichnam ihres Vaters und befahl dem Kutscher, welcher ihm ausweichen wollte, mit dem Wagen gerade über den Leichnam hinwegzufahren, weshalb jene Straße „die verfluchte“33 genannt wurde. Tullia wurde später zugleich mit ihrem Manne in die Verbannung getrieben.

Eutropius

Breviarium ab urbe condita 1,7:

7 Nun kam Servius Tullius zur Regierung. [J. R. 176.] Er war der Sohn einer Frau von vornehmer Abkunft, welche jedoch eine Kriegsgefangene war und Sklavendienste versah. Er unterjochte die Sabiner, verband 3 Berge, nämlich den Quirinal, Viminal und Esquilinus mit der Stadt, und zog Gräben um die Mauer. Er war der erste, der die öffentliche Schätzung anordnete, eine in der damaligen Welt ganz neue Erscheinung. Als denn nun zu Rom eine allgemeine Volkszählung statt hatte, ergab sich nach Köpfen eine Zahl vou 83,000 Römischen Bürgern sammt Denen, welche auf dem Lande lebten. Im fünfzehenten Jahre seiner Regierung wurde er auf eine schändliche Art von seinem Tochtermann Tarquinius, einem Sohne seines Regierungsvorgängers, und der eigenen Tochter, welche Jener zur Gemahlin hatte, ermordet. [J. R. 220.]

Florus

Epitome 1,6:

6 (1) Zunächst tritt Servius Tullius45 an das Ruder der Stadt. Obschon einer Sklavin Sohn, war ihm doch seine dunkle Abkunft nicht hinderlich. Denn seinen ausgezeichneten Anlagen hatte Tarquinius Gattin, Tanaquil, eine edle Bildung geben lassen, und eine um sein Haupt sichtbare Flamme war ihr Bürge seines künftigen Ruhmes gewesen. (2) Darum wurde, während Tarquinius starb, unter thätigem Vorschub der Königin, Servius angeblich als einstweiliger Stellvertreter des Königs aufgestellt, und er wußte den durch List an sich gebrachten Thron mit so kluger Thätigkeit zu behaupten, wie wenn er ihn auf gesetzlichem Wege bestiegen hätte. (3) Er ist es, der das Römische Volk der Vermögensschatzung46 unterwarf, der es in [53] Klassen theilte, nach Curien47 und Innungen48 unterschied; und der große Erfindungsgeist dieses Königs wußte das Gemeinwesen so zu ordnen, daß Vermögen, Würde, Alter, Gewerbe und Bedienungen49 sämtlich nach ihren Abstufungen in Verzeichnisse eingetragen, und auf diese Weise der größte Staat mit der Sorgfalt des kleinsten Hauswesens verwaltet wurde.

Epitome 1,8,6:

8 […] (6) Die von Servius eingerichtete Schatzung – lehrte sie nicht den Staat sich selbst kennen?

Rufus Festus

Breviarium 2,2:

2 […] (2) Innerhalb zweihundertdreiundvierzig Jahren regierten zu Rom der Zahl nach sieben Könige. Romulus regierte siebenunddreißig Jahre: sodann, je Einer fünf Tage, Senatoren Ein Jahr lang: hierauf Numa Pompilius dreiundvierzig, Tullus Hostilius zweiunddreißig, Ancus Marcius vierundzwanzig, Tarquinius Priscus siebenunddreißig, Servius Tullius vierundvierzig, Tarquinius Superbus fünfundzwanzig Jahre, worauf er vertrieben wurde. […]

Highlights

  • Anonyme Kaisergeschichte
  • Sueton: Kaiserbiographien
  • Curtius Rufus: Geschichte Alexanders des Großen

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