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Tarquinius Superbus

Lucius Ampelius

Liber memorialis 17:

17 Die Könige und Heerführer der Römer. – […] Tarquinius Superbus, der wegen seiner Anmaßung aus dem Reiche vertrieben wurde.

Liber memorialis 29,1:

29 Die verschiedenen Staatsverfassungen Rom’s. – (1) Rom stand zuerst unter Königen. In Folge der Willkühr des Tarquinius und der Entehrung Lukretia’s wurden die Könige verjagt und die Regierung den Händen von Consuln und Tribunen anvertraut.

Pseudo-Aurelius Victor

De viris illustribus urbis Romae 8:

8 (1) Tarquinius erwarb sich durch sein Betragen den verdienten Beinamen „der Uebermüthige“. (2) Nach der Ermordung des Servius Tullius riß er die Regierung durch ein Verbrechen an sich, zeigte sich jedoch im Kriege unternehmend und bezwang die Latiner und Sabiner, entriß den Volskern Suessa Pometia und brachte Gabii durch seinen Sohn Sextus, der sich für einen Überläufer ausgab, in seine Gewalt. Er führte zuerst die latinischen Feiertage34 ein (3) und erbaute die Sitze in der Rennbahn und den großen unterirdischen Abzugskanal35, wobei er die Kräfte des ganzen Volks in Anspruch nahm, weshalb man jenen Kanal auch „die Gräben der Quiriten“ nannte. (4) Als er den Bau des Capitoliums begann, fand er einen Menschenkopf, woraus man erkannte, daß jene Stadt das Haupt der Völker werden würde. (5) Da sein Sohn bei der Belagerung von Ardea36 die Lucretia geschändet hatte, wurde er sammt diesem in die Verbannung getrieben und floh zum Porsenna, dem Könige von Etrurien, mit dessen Hülfe er den Thron wieder zu gewinnen versuchte. (6) Aber geschlagen, begab er sich nach Cumä37, wo er seine übrige Lebenszeit in der größten Verachtung hinbrachte.

Eutropius

Breviarium ab urbe condita 1,8:

8 (1) Lucius Tarquinius Superbus, der siebente und letzte König, besiegte die Volsker, eine Völkerschaft am Wege nach Campanien, nicht ferne von Rom. Gabii and Suessa Pometia zwang er zur Unterwerfung: mit den Tuskern schloß er Frieden und erbaute den Tempel des Jupiter auf dem Capitol. Späterhin verlor er während der Belagerung von Ardea, einer Stadt, 18 Meilen von Rom, die Krone. (2) Es hatte nämlich ein Sohn des Königs, der auch Tarquin der Jüngere hieß, eine Frau von hohem Rauge und zugleich von den reinsten Sitten, Lucretia, die Gemahlin des Collatinus, entehrt. Diese aber gab sich im Angesichte ihres Mannes, Vaters und ihrer Freunde den Tod, nachdem sie ihnen ihre Schande geklagt hatte. Wegen dieses Vorganges regte Brutus, obwohl ein Verwandter des Tarquin, das Volk auf, und entriß dem Tarquin den Scepter. (3) Bald verließ ihn auch das Heer, mit welchem der König persöhnlich Ardea belagerte, und als Dieser vor die Stadt Rom kam, fand er die Thore verschlossen, und wurde nicht eingelassen. So mußte er sich mit Gemahlin und Kindern nach einer Regierung von fünf und zwanzig Jahren flüchten. Also regierten innerhalb zweihundert drei und vierzig Jahren 7 Könige über Rom, dessen Gebiet damals, wenn man das Höchste annimmt, sich kaum über 15 Meilen erstreckte.

Florus

Epitome 1,7:

7 (1) [54] Der letzte aller Könige war Tarquinius, dem sein Charakter den Beinamen des Despoten gab.50 (2) Diesem gefiel es besser, den großväterlichen51 Thron, welchen Servius noch besaß, zu rauben, als zu erwarten,52 und nachdem er ihn durch Meuchelmörder hatte anfallen lassen, führte er die durch Frevel erworbene Herrschaft eben so schlecht, als er sie erlangt hatte.53 (3) Seinem Charakter war auch seine Gattin Tullia nicht fremd, die, um ihren Mann als König zu begrüßen, in ihrem Wagen sitzend über des Vaters blutigen Leichnam hinweg die scheuen Rosse trieb.54 (4) Er selbst aber tobte gegen den Senat durch Blutbefehle,55 gegen alle Uebrigen mit tyrannischem Hochmuth, [55] der den Edlen härter fällt, als Grausamkeit, und der Wuth gegen die Einheimischen müde wandte er sich endlich gegen den Feind. (5) So wurden die mächtigen Städte in Latium erobert, Ardea,56 Okrikulum, Gabii, Suessa, Pometia.57 Aber auch jetzt war er noch blutgierig gegen die Seinigen. (6) Denn er nahm keinen Anstand, seinen eigenen Sohn zu stäupen, damit diesem, als verstelltem Ueberläufer, der Feind deßhalb Vertrauen schenken möchte.58 (7) Derselbe ließ nun, als er in Gabii die erwünschte Aufnahme gefunden hatte, den König durch mündliche Botschaft um Verhaltungsbefehle fragen. Dieser schlug mit einer kleinen Ruthe an einem Mohnbeet die hervorragenden Köpfe ab; und dieß war, scheinbar in Hochmuth,59 seine Antwort, durch die er die Ermordung der Volkshäuptlinge zu verstehen gab. [56] Gleichwohl führte er von der Beute aus den eroberten Städten ein heiliges Gebäude auf.60 (8) Als dieses eingeweiht wurde, räumten alle Götter den Platz, nur – sonderbar genug – Juventas (die Jugendgöttin) und Terminus (der Grenzgott) wichen nicht.61 (9) Die Seher bemerkten mit Wohlgefallen die Beharrlichkeit dieser Gottheiten, dieweil sie in Allem eine feste und ewige Dauer verhießen. Aber Das ist schauderhaft, daß man beim Beginn des Baues im Tempelgrunde ein Menschenhaupt fand. Jeder glaubte, dieses schöne Wunderzeichen verheiße den Sitz der Oberherrschaft und das Oberhaupt der Völker.62 (10) So lange duldete das Römische Volk den Uebermuth des Königs, als die Wollust fern blieb. Aber den schamlosen Ausbruch derselben von Seiten seiner Söhne konnte es nicht ertragen. (11) Als der Zweite von diesen der Lukretia, der edelsten Frau, Gewalt angethan, so büßte die Matrone diesen Schandfleck mit dem Dolche. Jetzt wurde die Königsherrschaft abgeschafft.63

Epitome 1,8,7:

8 […] (7) Sogar die unerträgliche Herrschaft jenes Uebermüthigen war von einigem, ja – von sehr vielfachem Nutzen; denn sie hatte die Folge, daß das durch Mißhandlungen gereizte Volk von Freiheitslust entflammt wurde.

Rufus Festus

Breviarium 2,2:

2 […] (2) Innerhalb zweihundertdreiundvierzig Jahren regierten zu Rom der Zahl nach sieben Könige. Romulus regierte siebenunddreißig Jahre: sodann, je Einer fünf Tage, Senatoren Ein Jahr lang: hierauf Numa Pompilius dreiundvierzig, Tullus Hostilius zweiunddreißig, Ancus Marcius vierundzwanzig, Tarquinius Priscus siebenunddreißig, Servius Tullius vierundvierzig, Tarquinius Superbus fünfundzwanzig Jahre, worauf er vertrieben wurde. […]

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  • Anonyme Kaisergeschichte
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